Über 60 Jahre Flucht und Vertreibung

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Landsmannschaft Ostpreußen Landesgruppe NRW e.V.


Die Landsmannschaft Ostpreußen ist Gründungsmitglied der EUFV
Die Landsmannschaft
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Gedenkschrift:
Gedenkschrift - 60 Jahre LO-NRW
60 Jahre LO Landesgr. NRW
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„Sie sind die wahre Friedensbewegung“
Ostpreußen in NRW trafen sich auf Schloß Burg

Fahne "60 Jahre LO NRW" - Zur Vergrößerung Bild anklickehen

Solingen. Trotz heftiger Regenschauer am Morgen füllte sich der Innenhof von Schloß Burg zur Hauptkundgebung des NRW-Ostpreußentreffens am 12. Juli 2009 bis auf den letzten Platz. Remscheids Bürgermeister Lothar Krebs (SPD) hob in seinem Grußwort unter anderem die Möglichkeiten hervor, über welche die Lokalpolitik hinsichtlich der Erinnerung an Flucht und Vertreibung und bezüglich des Ziels der Verständigung verfügt. Er bedauerte, dass es bisher nicht gelungen sei, eine Städtepartnerschaft mit seinen polnischen Kollegen in Sensburg einzurichten. „An uns liegt es nicht“, versicherte der Sozialdemokrat. Remscheid hatte 1954 die Patenschaft für die aus der Stadt und dem Kreis Sensburg vertriebenen Ostpreußen übernommen. Rudi Pawelka, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien (LS), verwies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Ostpreußen und Schlesiern. Er unterstrich, dass die 2007 von europäischen Vertriebenenverbänden gegründete „Europäische Union der Flüchtlinge und Vertriebenen“ (EUFV) inzwischen die Unterstützung der EVP-Fraktion im Europaparlament genieße. Die italienischen Abgeordneten seien hier besonders vorbildlich, während deutsche Politiker eher als Bremser aufträten. Für den Schloßbauverein freute sich Dieter Siebenborn über die konstant hohe Teilnehmerzahl 60 Jahre nach Gründung der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) in Nordrhein-Westfalen.

Horst Westkämper (MdL NRW) während seines Festvortrags. - Zur Vergrößerung Bild anklickehen

Horst Westkämper, Beauftragter der CDU-Landtagsfraktion für Heimatvertriebene und Spätaussiedler in Nordrhein-Westfalen, würdigte die Ostpreußen für ihre unablässige Heimatarbeit als „Botschafter des Ausgleichs und der Verständigung“. „Sie sind die wahre Friedensbewegung“, stellte der Landtagsabgeordnete fest. Westkämper skizzierte weiterhin die Änderungen in der NRW-Vertriebenenpolitik seit dem Antritt der schwarz-gelben Regierung. So habe Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) die Gedenkstätte auf Schloss Burg besucht, woraufhin endlich die seit langem notwendige Sanierung in Angriff genommen worden sei. Kulturarbeit sei immer mit Ausgaben verbunden. Knappe Kassen dürften jedoch keine Ausreden für ideologisch begründete Kürzungen sein, betonte der Christdemokrat in Anspielung auf die Nullförderung der rot-grünen Vorgängerregierung. Auch habe BdV-Präsidentin Erika Steinbach die Unterstützung der CDU erhalten. Für März 2010 kündigte der Solinger Landtagsabgeordnete die Veröffentlichung einer Lehrerhandreichung zum Thema „Flucht und Vertreibung“ für die Schulen des Landes an. Der Landesvorsitzende der Landsmannschaft Ostpreußen, Jürgen Zauner, dankte Westkämper für sein „stets offenes Ohr“. Der Abgeordnete setzt sich zurzeit für die Erhaltung des Westpreußischen Landesmuseums in Münster/Westf. und die Weiterführung des letzten nordrhein-westfälischen Lehrstuhls für die Geschichte und Kultur der Deutschen in Osteuropa an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität ein.

Die Veranstaltung schloß mit dem Ostpreußenlied und der dritten Strophe des Deutschlandliedes.

Bilder und weitere Informationen zum Landestreffen 2009, zu vergangenen Treffen und zur Gedenkstätte des Deutschen Ostens auf Schloß Burg finden Sie auf unseren Seiten unter www.ostpreussentreffen-nrw.de.vu.

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Quelle:
Pressemitteilung der LO NRW (
www.Ostpreussen-NRW.de), 13.07.2009,
veröffentlicht in
Preußische Allgemeine Zeitung
Das Ostpreußenblatt, 30/09 v. 25.07.2009, Seite 22


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Stand: 18. Januar 2012