Die Vertreibung in Zahlen:
| Deutsche Bevölkerung im Jahre 1939 |
9.725.000 |
| Tschechoslowakei |
3.477.000 |
| Baltische Staaten |
100.000 |
| Danzig |
380.000 |
| Polen |
1.371.000 |
| Ungarn |
623.000 |
| Jugoslawien |
537.000 |
| Rumänien |
786.000 |
Von den 9.725.000 Bewohnern der Ostgebiete des Deutschen Reiches entfallen
auf
| Ostpreußen |
2.623.000 |
| Ost-Pommern |
1.884.000 |
| Ost-Brandenburg |
642.000 |
| Schlesien |
4.557.000 |
Unberücksichtigt bei der Gesamtaufstellung bleiben die nahezu 2 Millionen
Deutsche, die in der Sowjetunion ansässig waren.
Von der Gesamtzahl von 17.658.000 sind 1.100.000 als Kriegsverluste
abzuziehen, so daß der Bevölkerungsstaat 1945 vor der Vertreibung 16.558.000
betrug.
Nach der Vertreibung:
| Aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches |
6.944.000 |
| Tschechoslowakei |
2.921.000 |
| Aus den übrigen Ländern |
1.865.000 |
|
Gesamt |
11.730.000 |
In der Heimat verblieben:
| Aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches |
1.101.000 |
| Tschechoslowakei |
250.000 |
| Aus den übrigen Ländern |
1.294.000 |
|
Zusammen |
2.645.000 |
Vertreibungsverluste:
Tote und Vermisste während der Vertreibung
| Aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches |
1.225.000 |
| Tschechoslowakei |
267.000 |
| Aus den übrigen Ländern |
619.000 |
|
Gesamt: |
2.111.000 |
Die Gesamtverluste betragen 3.211.000 (Kriegsverluste 1.100.000 und
Vertreibungsverluste 2.111.000). Von den 1939 in den Vertreibungsgebieten
ansässigen Deutschen ist somit jeder Fünfte gefallen oder umgekommen.
Die Vertreibung der deutschen Bewohner dauerte noch bis zu fünf Jahre nach
dem Kriegsende an.
| 1950 |
leben in West- und Mitteldeutschland 1.910.000
vertriebene Ostpreußen, in Ostpreußen noch ca. 160.000 Deutsche; etwa 12.800
Ostpreußen befanden sich damals in Kriegsgefangenschaft. |
| 1989 |
seit 1950 = 125.014 Aussiedler aus Ostpreußen. |
| 1989 |
Fall der Mauer. |
| 1990 |
Wiedervereinigung mit Mitteldeutschland unter
Ausschluß unserer Heimat. |
| 1991 |
Öffnung des Königsberger Gebietes mit ständig
zunehmender Verbesserung des Reiseverkehrs. |
| 1994 |
Gemeinsame 450-Jahr-Feier der Universität
(Albertina) in Königsberg. Einweihung des neuen Kant-Denkmals vor der
Universität. |
| 1995 |
50 Jahre Flucht und
Vertreibung. |
| 1997 |
Einrichtung zusätzlicher Übergangsstellen nach
Nord-Ostpreußen. |
2005
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60 Jahre Flucht und Vertreibung.
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Quelle:
Archivmaterial |
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weitere Informationen:
Ostdeutsches Diskussionsforum - Zeitgeschichte:
www.ostdeutsches-forum.net/Zeitgeschichte
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