Über 60 Jahre Flucht und Vertreibung

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Gruppe Neuss

  

 

Landsmannschaft Ostpreußen Landesgruppe NRW e.V.


Gedenkschrift:
Gedenkschrift - 60 Jahre LO-NRW
60 Jahre LO Landesgr. NRW
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Geistlicher Besuch in der Heimatstube Neuss

In die Heimatstube hatten die Landsmannschaften die Vertreter der beiden wichtigsten Kirchen in Neuss, Pastorin Dr. Ilka Werner und Monsignore Guido Assmann, eingeladen. Die Heimatstube ist der meist genutzte Kulturraum in Neuss, wenn auch am Anfang des Bestehens angenommen wurde, es wäre ein verschenkter Raum. Die Mitglieder der Landsmannschaft halten die Bräuche der verlorenen Heimat aufrecht. Herr Assmann erinnerte sich an den Besuch von Festen der Landsmannschaften, bei denen er den Eindruck gewonnen hatte, dass dort Bräuche gepflegt werden, die nicht in Vergessenheit geraten sollen. Dr. Werner und Monsignore Assmann wurde von den Vorsitzenden der Landsmannschaften, Herrn Jantosch, Herrn Krause, Herrn Pott, Herrn Plehn und Frau Lubos vorgetragen, dass die Landsmannschaften nicht nur das Brauchtum pflegen, sondern auch für zwischenmenschliche Beziehungen offen sind. Seit 22 Jahren, seit dem die Heimatstube im Jahre 1988 eingeweiht wurde, werden Kontakte zur alten Heimat und auch zu Neusser Bürgern gepflegt. Dabei geht es um die Wahrheit, damit es keine Geschichtsfälschungen gibt. Seit 18 Jahren fährt das Ehepaar Pott mit Hilfsgütern nach Ostpreußen. Es wurden Kinderheime, Krankenhäuser und andere Not leidende Gruppierungen in Polen unterstützt. Es wurden Schul-Partnerschaften organisiert. Es haben sich auch Freundschaften ergeben. Herr Plehn brachte es auf den Nenner: Keine Organisation hat nach dem Krieg mehr für die Versöhnung getan, als die Landsmannschaften. Völkerverständigung wurde durch die Vertriebenenverbände mit unseren Nachbarn vollzogen, als die Politiker noch nicht daran dachten. Herr Krause erinnerte sich, dass die Christuskirche in Neuss beim Eintreffen der Vertriebenen und Flüchtlinge die einzige evangelische Kirche war, was sich dann bald änderte, weil es sehr viele evangelische Neubürger gab. Der Gesprächsnachmittag endete in dem aufregenden Vorschlag, einen ökumenischen Gottesdienst der Landsmannschaften zu veranstalten. Frau Dr. Werner und Monsignore Assmann sagten spontan zu, baten aber, bei der Terminfindung den Sonntagvormittag auszusparen.

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Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, Ausgabe 28/10 v. 17.07.2010


Kurt Zwikla verstorben
Ein Nachruf von Peter Pott

Neuss – Kurt Zwikla, An der Obererft, Neuss, ein Ostpreuße und Masure, ist am Mittwoch, 26. Mai 2010, im Alter von 85 Jahren verstorben. Er wurde am 13. Februar  1925 in Misken, Kreis Johannisburg / Ostpreußen, geboren. Nach dem Besuch der Volksschule folgte bis 1942 eine Lehre als Kaufmann in Gehlenburg. Er kam dann zur Wehrmacht, war Soldat in Russland und erlebte an seinem 20. Geburtstag im Lazarett in Dresden den großen Bombenangriff. Im Anschluss kam er erst nach Geldern in NRW und dann nach Neuss. Seit 1960 arbeitete er im Vorstand der Kreisgemeinschaft Johannisburg mit. Er unternahm 1969 seine erste Fahrt in die Heimat und knüpfte dort die ersten Kontakte zu deutschen und polnischen Landsleuten. 1982 wurde Kurt Zwikla zum stellvertretenden Vorsitzenden der neu gegründeten Landsmannschaft Ostpreußen und 1983 zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Aktiv war er auch im Vorstand des BdV, im Vertriebenen-Beirat und als Spätaussiedlerbetreuer. Weiterhin war er Mitglied im Eifelverein und bei den Heimatfreunden. 1988 initiierte Kurt Zwikla den ostdeutschen Gedenkstein am „Platz der deutschen Einheit“ und eine Heimatstube auf der Oberstraße. 2002 sorgte er für das Glockenspiel, ebenfalls am „Platz der deutschen Einheit“. Auch wurden in Ostpreußen Gedenksteine in deutscher und polnischer Sprache durch ihn aufgestellt. In den Jahren seiner Tätigkeit als Vorsitzender hat Kurt Zwikla sich auch sehr bei den großen Deutschlandtreffen der Ostpreußen engagiert. Im Jahr 2003 hat er sich nicht mehr zur Wahl zum Vorsitzenden der Landsmannschaft gestellt. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden der Landsmannschaft ernannt. Weitere Auszeichnungen erhielt Kurt Zwikla von den Heimatfreunden, des Eifelvereins und vom Bundesvorstand der Landsmannschaft Ostpreußen. Auch ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes.

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Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, Ausgabe 22/10 v. 05.06.2010


Frühlingsfest der Kreisgruppe Neuss
am Sonntag, 18. April 2010 im Marienhaus

Das Frühlingsfest ist ein ostpreußischer Brauch, um nach dem kalten Winter den Frühling und die wiederkehrende Sonne zu begrüßen, es gibt dann Tanz und gutes Essen und Trinken. Zum Fest gehören auch Elemente, die das Wiedererwachen der Natur und die Fruchtbarkeit symbolisieren, etwa grüne und blühende Zweige und der Storch. In Ostpreußen hatten die Menschen schon lange eine sehr positive Beziehung zum Weißstorch. Er wurde gerne auf den Dächern von Gebäuden geduldet. Im Zusammenhang mit dem Weißstorch gibt es in Ostpreußen die Legende, dass er die Babys bringt oder, eine ältere und heute vergessene Geschichte, dass er sich um alte Leute kümmert. Ein anderer Brauch, der zum Frühlingsfest gehört, ist .es, eine der anwesenden Frauen zur Königin zu ernennen. Sie erhält einen Blütenkranz und darf den Tanz anführen.

Die Pflege des heimatlichen Brauchtums haben sich die Vertriebenen-Vereinigungen im Kreisgebiet zu einer besonderen Aufgabe gemacht; denn das Kulturgut des deutschen Ostens darf nicht zum Opfer der Nachkriegsgeschichte werden.

Und so hatte die Ostpreußische Landsmannschaft, Kreisgruppe Neuss, zum Frühlingsfest in das Marienhaus eingeladen. Aber nicht nur Mitglieder der Landsmannschaft waren der Einladung gefolgt. So konnte der Vorsitzende, Peter Pott, auch eine stattliche Gästeschar willkommen heißen, die vom stellvertretenden Landrat des Rheinkreises Neuss, Herrn Stephan Ingenhoven, und dem stellvertretenden Bürgermeister und Schützenpräsident der Stadt Neuss, Herr Thomas Nickel, angeführt wurde.

Als fröhlichen Auftakt erzählte Peter Pott von seiner Begegnung mit einem Elch in der Morgendämmerung während seiner letzten Ostpreußenreise vor 14 Tagen. Der Elch mit stattlicher Schulterhöhe von ca. 1,80 m und einer geschätzten Länge von 3 m nahm dem Auto der Potts fast die Vorfahrt und wechselte majestätisch von der linken auf die rechte Straßenseite. Ostpreußen erzählen schon immer von solchen Begegnungen in ihrer Kindheit, aber – das ist auch noch im Jahre 2010 möglich.

In seinem Grußwort fasste Herr Stephan Ingenhoven die Bedeutung des Frühlings in die Wortkette: Sonne, Wärme, Licht, Kraft, Lebensmut. Das Feiern der Landsmannschaft nannte er Ausdruck von Lebensfreude und Aufrechterhalten der Bräuche, wodurch Kulturgeschichte lebendig werde. Das ist ein Gewinn für alle, so dass Zugehörig- und Zusammengehörigkeit entstehen.

Thomas Nickel überbrachte Grüße vom Rat und der Verwaltung der Stadt Neuss. Die aus Ostpreußen stammenden Familien fühlen sich in Neuss wohl, aber sie lieben auch die Heimat der Eltern und Großeltern.

Was prägt Neuss?
1. Skihalle
2. Museumsinsel Hombroich, die Raketenstation mit der Langenfoundation
3. das Schützenfest als Netzwert dieser Stadt

Thomas Nickel betonte, dass die Landsmannschaft Ostpreußen gute Arbeit leistet, indem Sie die Erinnerung aufrechterhält. „Wir brauchen Zeitzeugen aus unserer Generation, denn unsere Kinder wissen schon nichts mehr über die Berliner Mauer geschweige denn über die Vertreibung aus den Ostgebieten.“

Die Vorträge wurden durch das gemeinsame Singen von Heimat- und Frühlingsliedern gestaltet. Musikalisch führte das Duo Joachim Heik und Alfred Schulz durch den Nachmittag, sehr zur Freude der Anwesenden, die sich auch fröhlich im Tanze drehten.

Hanne Wiberny bereicherte das Programm durch ein – wie immer – selbst geschriebenes Gedicht und wurde mit einem Blumenstrauß von Peter Pott geehrt. Sie musste versprechen, dass dies nicht der letzte Vortrag aus der eigenen Gedichtwerkstatt war.

Ein Ereignis besonderer Art war der Auftritt des „Trachtentanzkreises DJONAHAN“ entwachsen aus der Schlesischen Landsmannschaft, Kreisgruppe Neuss.

Es überraschte die Schönheit und Vielfalt der Trachten. Auch die akkurate Beherrschung der Tanzschritte war sehr bewundernswert. Der jüngste Teilnehmer war 3 Jahre und der älteste im besten Mannesalter. Die Mädchen und Frauen beeindruckten durch Temperament und Grazie.

Der Kranz der Maikönigin ging in diesem Jahr an Elisabeth Niesen.

Der Losverkauf bei der Tombola ging zügig voran, denn es lockten schöne Gewinne.

Ehe sich jeder so recht versah, ging das Frühlingsfest schon seinem Ende entgegen. Das Wetter war so schön und die Abendsonne strahlte hell und warm, da wäre jeder gerne noch geblieben.

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Quelle:
Peter Pott, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Neuss


60 Jahre LOW Dülken:
Grußworte von Peter Pott (LO Neuss) und Kurt Koslowski (LOW Wesel)

 

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Quelle:
Ostpreußen-TV, www.youtube.com/watch?v=zidpL55hyl8


LO Kreisgruppe Neuss - Jahresprogramm 2010

Die LO-Kreisgruppe Neuss hat ihr Jahresprogramm 2010 veröffentlicht.

PDF-Datei Jahresprogramm 2010 öffnen oder herunterladen (PDF-Datei 397 KB)

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Quelle:
Peter Pott, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Neuss


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Stand: 24. Juli 2010