Gruppe Wesel veranstaltete
ostdeutschen Kulturabend
Wesel – Die Gruppe veranstaltete ihren ostdeutschen Kulturabend, dessen
Mittelpunkt der 200. Todestag der preußischen Königin Luise war. Dazu konnte der
Erste Vorsitzende Kurt Koslowski viele Teilnehmer begrüßen. 2010 ist für ihn
wieder ein Gedenkjahr geworden, viele wichtige Ereignisse der Vergangenheit
jährten sich 2010: 200. Todestag von Königin Luise, 90 Jahre Versailler-Vertrag,
60 Jahre die Charta der Heimatvertriebenen, 65 Jahre Flucht und Vertreibung, 20
Jahre Vereinigung der beiden deutschen Staaten.
Im Hauptteil des Abends stand
ein Referat: 200. Todestag von Königin Luise. Der Kulturreferent Paul Sobotta
hielt seinen Vortrag mit viel Gefühl und voller Bewunderung für Königin Luise.
Ein Leben und ein Mythos, eine preußische Madonna, der Nachwelt ein Symbol für
nationales Opfer und Leid. Neben einem Bild von Königin Luise, das vom
Preußenmuseum Wesel für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt wurde, umriss
der Referent ihren kurzen Lebenslauf: von der Jugendzeit bis hin zu ihrem
Familienleben mit Friedrich Wilhelm III. Als Monarchin war ihr Leben mit dem
Befreiungskampf Preußens gegen Napoleon verknüpft, und sie genoss schon zu
Lebzeiten eine beinahe kultische Verehrung im Volk. Paul Sobotta beendete seinen
Vortrag mit den berühmten Worten Königin Luise, die diese auf ihrer Flucht von
Königsberg nach Memel, mit einem Diamantring in das Fenster einer Fischerhütte
ritzte: Wer nie sein Brot mit Tränen aß, wer nie die kummervollen Nächte, auf
seinem Bette weinend saß, der kennt Euch nicht, Ihr himmlischen Mächte. Die
Frauenreferentin der Gruppe, Waltraut Koslowski, verlass nochmal die letzten
gesprochen Worte von Königin Luise, bevor sie für immer ihre Augen schloss.
Musikalisch wurde die Veranstaltung von dem Mundharmonikakreis umrahmt. Die
Frauenreferentin mit den Damen des Singkreises boten anschließend traditionell
Schnittchen belegt mit geräucherter Gänsebrust an.
Wesel – Ihr traditionelles Erntedankfest führte
die Gruppe durch. Unter der Erntekrone konnte der Erste Vorsitzende Kurt
Koslowski eine stattliche Anzahl von „Erntehelfern“ versammeln, und herzlich
begrüßen. Den Erntedank brachte man gemeinsam mit dem Lied: „Nun dankend alle
Gott“ zum Ausdruck. In seiner Ansprache stellte Kurt Koslowski fest, dass das
Ernteeinbringen damals in der Heimat den Menschen schwerste körperliche Arbeit
abverlangte. Aus dem Singkreis trugen die Erntehelfer Waltraut Koslowski, Irma
Lauchmichel und Gertrud Zuch Gedichte und Geschichten während der Erntefeier
vor. Der Sing- und Mundharmonikakreis begleitete musikalisch die Feier. Nach
getaner Erntearbeit luden die Erntehelferinnen zum Festschmaus ein. Anschließend
wurde die große Tombola eröffnet, die mit vielen ansprechenden Preisen
aufwartete, die von den strahlenden Gewinnern gerne entgegengenommen wurden. Mit
einem gemeinsam gesungenen Lied endete das Erntedankfest.
Wesel – Die Gruppe fuhr mit ihrem Ersten
Vorsitzenden Kurt Koslowski nach Königswinter im Siebengebirge. Auf halber
Anfahrtsstrecke bereiteten die Frauen vom Singkreis (unter Waltraut Koslowski)
ein sehr schmackhaftes Picknick vor. Gestärkt wurde die zweite Etappe in
Richtung Königswinter gestartet. Dort schwärmten die Teilnehmer in alle
Richtungen aus, um den schmucken Ort zu erkunden. Eine Schiffsfahrt auf dem
Rhein durfte natürlich nicht fehlen. Ein Kaffeetrinken mit Kuchen rundete den
Besuch ab. Die Heimreise wurde mit voller Zufriedenheit angetreten. – Die
vereinigten Landsmannschaft, unter der Leitung der Ersten Vorsitzenden Gisela
Stelzer, veranstalteten ihr Sommerfest in der Heimatstube durch. Viktor mit
seinem Akkordeon und die stimmgewaltige Olga von den Russlanddeutschen waren
kraft- und klangvoll. Von den Ostpreußen trat die Mundharmonika-Gruppe auf, die
mit ihren stimmungsvollen Liedern zum Mitsingen einlud. Frauenreferentin
Waltraut Koslowski fand mit „ihrer“ Geschichte „Der Sonderzug“, die sich in
einem kleinen ostpreußischen Dörfchen abspielte – interessierte Zuhörer. Mit
selbstgebackenem Kuchen sowie abends Kartoffelsalat mit Würstchen, sorgten für
das leibliche Wohl. Man saß noch lange beisammen und plachanderte eifrig.
In die frühlingshaft geschmückte Heimatstube war
der Frühling eingezogen. Der Erste Vorsitzende Kurt Koslowski konnte viele
Landsleute und Heimatfreunde begrüßen. Er umriss das Frühlingserwachen in der
Heimat. Der Sing- und Mundharmonikakreis stimmte alle mit seinen Darbietungen in
Ton und Wort auf den Frühling ein. Zu den heimatlichen Frühlingsbräuchen
schilderte Irma Lauchmichel den „Gang zum Osterwasser“, den manchen Zuhörer zum
Schmunzeln brachte. Nach dem gemeinsam gesungenem Lied: „Komm lieber Mai und
mache“ lud die Frauenreferentin zusammen mit den Frauen vom Singkreis zum
traditionellem Grützwurstessen, Krakauer, Sauerkraut und Brotbeilagen ein. Ein
gemütliches Beisammensein schloss sich danach an.
Wesel – Die Gruppe führte ihre Jahreshauptversammlung durch. Der Erste
Vorsitzende Kurt Koslowski konnte eine stattliche Anzahl von Mitgliedern und
Heimatfreunden begrüßen. Er umriss alle Jahresaktivitäten der Gruppe, die
überall guten Zuspruch fanden. Im Mittelpunkt des Jahresberichtes stand „Erika
Steinbach und das Zentrum gegen Vertreibungen“. Die Vorstandsformalitäten wurden
ohne Beanstandungen durchgeführt. Der Singkreis lud anschließend zum
Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Kuchen ein. Das Kernstück des Abends waren
die beiden Filme über Preußen: „Vom Kurfürstentum zum Königreich – von 1640 bis
1713“ sowie „Vom Königreich zur Großmacht – von 1713 bis 1786“. Ja, diese beiden
gezeigten Dokumentationen zogen die Teilnehmer in ihren Bann. Man saß noch
einige Zeit danach noch sehr unterhaltsam zusammen.